Die Trainingsstrecken
Drei Trainingsstrecken auf den Wegen der Sommerläufe, im Val Dogna und im Val Alba. Zu jeder Runde gibt es die Eckdaten, die Wegbeschreibung, die Warnhinweise und den Track auf Trace de Trail.
Die Runden verlaufen über echte Abschnitte der Laufstrecken, manchmal in Gegenrichtung: Wer hier trainiert, findet beim Lauf dieselben Wege wieder. Es sind alpine Routen mit langen Anstiegen und schwer erkennbaren Passagen: Laden Sie den GPS-Track herunter und halten Sie ihn offline bereit. Auf den Runden am Monte Schenone und im Val Alba geht es über 1.800 m hinauf: Nehmen Sie Ausrüstung für alpines Gelände mit. Bei unsicherem Wetter oder schlechter Sicht verschieben Sie die Runde. Die ausführliche Beschreibung jeder Runde mit Karte steht auf der verlinkten Seite.
Runde Monte Schenone – Lipnik
Eine alpine, aussichtsreiche Runde über die Forcella del Clap Jovel, die Hänge des Monte Schenone, die Sella Bieliga und die Malga San Leopoldo.
Distanz
12,5 kmRunde mit Start und Ziel an der Malga Poccet, auf 1.367 m.
Höhenmeter im Aufstieg
993 HmDie ersten 450 Höhenmeter führen hinauf zur Forcella del Clap Jovel, auf 1.817 m.
Wege
CAI 601 · 602Technische Runde: Sie folgt dem luftigsten Abschnitt der Laufstrecke rund eineinhalb Kilometer lang in Gegenrichtung.
Von der Malga Poccet geht es auf Schotterstraße und gut gangbarem Steig gleichmäßig hinauf zur Forcella del Clap Jovel. Ab der Forcella, bei etwa Kilometer 2,8, verläuft die Runde in Gegenrichtung auf der Laufstrecke Richtung Monte Schenone. Auf den Gipfel führt die Runde nicht, aber er liegt mit 1.949 m direkt über dem Weg, und der Abstecher lohnt sich: Der Blick geht über die Montasio-Gruppe, den Monte Manca und den Jôf di Dogna.
Danach geht es durch eine sehr steile Grasrinne hinunter – beim Lauf wird sie im Aufstieg genommen – und quer über weite Wiesen, durch den aussichtsreichsten Teil des Kessels zwischen dem Clap Jovel und dem Monte Schenone. Gegen Ende kommt ein Stück Latschengelände: Man kommt durch, an einzelnen Stellen drängt das Krummholz aber auf den Weg. Kurz danach zweigt rechts der direkte Abstieg über Wiesen und Wald zur Sella Bieliga ab.
Von der Sella Bieliga führt ein schöner Forstweg zur Malga San Leopoldo: Der Brunnen ist verschlossen und mit Blech abgedeckt, doch etwas oberhalb gibt es eine nutzbare Quelle, die wir selbst probiert haben und die während des Laufs als Wasserstelle dient. Wer es nicht gewohnt ist, aus Quellen zu trinken, nimmt Mittel zur Wasseraufbereitung mit. Von dort geht es zurück zur Malga Poccet.
Vor dem Start
Zur Malga Poccet führt eine alte, schmale Militärstraße, streckenweise ohne Leitplanke: Fahren Sie dort nur hinauf, wenn Sie das Fahren im Gebirge gewohnt sind, möglichst mit einem nicht zu großen Auto.
Im Abstieg zur Sella Bieliga ist der Weg nicht immer zu erkennen: Hier braucht man den GPS-Track wirklich. Achtung auch in der steilen Grasrinne unter dem Monte Schenone und im Latschengelände, wo das Krummholz auf den Weg drängt.
Wegbeschreibung der beiden Runden im Val Dogna Track auf Trace de Trail
Runde nach Mincigos
Ein harter Anstieg von Dogna zur Forcella Mincigos, dann der Abstieg durch den Buchenwald zu den alten Materialseilbahnen von Mincigos.
Distanz
11,3 kmRunde mit Start und Ziel in Dogna, auf 428 m.
Höhenmeter im Aufstieg
1.210 HmFast alle Höhenmeter liegen im ersten Anstieg zur Forcella.
Wege
CAI 602 · 602aHarter Anstieg. Der erste Teil deckt sich mit der Laufstrecke.
Ab Dogna geht es sofort hinauf Richtung Chiout Pupin und weiter über den ersten Abschnitt der Laufstrecke bis zur Forcella Mincigos, auf 1.488 m: knapp fünf Kilometer durchgehender Anstieg. Kurz nach dem Start kommt die Wasserstelle von Chiout Pupin. Auf dem Papier sind es für die ganze Runde eineinhalb Stunden, im Gelände können drei oder vier Stunden daraus werden.
An der Forcella verlässt man die Laufstrecke und steigt links in den Wald ab. Der erste Abschnitt ist kaum markiert, dann kommen zwei Kilometer laufbarer Buchenwald, leicht und flüssig: ein halb vergessener Weg, der eine Wiederentdeckung wert ist. Es folgt Mincigos, ein abgelegener Weiler am Fuß des Clap Forât, mit alten Materialseilbahnen und Häusern, teils verlassen, teils hergerichtet.
Ab Mincigos geht es einen Kilometer auf weniger ausgeprägtem Weg nach Prerit di Sopra, mit einem Übergang vom Wald auf die Schotterstraße. Von dort führen zwei Wege zurück: eineinhalb Kilometer Radweg, auf dem Vorsicht geboten ist, oder die tiefer gelegene Straße am Fella entlang, eine wenig befahrene Sackgasse.
Vor dem Start
Der Abstieg von der Forcella und der Übergang vom Wald auf die Schotterstraße hinter Mincigos sind die beiden Stellen, an denen man am ehesten vom Weg abkommt: Dort braucht man den GPS-Track wirklich.
Im Aufstieg ist der Weg an einigen Stellen leicht abgerutscht oder abgebrochen: Ausgesetzt ist keine dieser Stellen, Aufmerksamkeit verlangen sie trotzdem. Wo ein Handlauf mehr Sicherheit gibt, haben wir provisorische Seile angebracht: Verlassen Sie sich nicht darauf, sie können längst nicht mehr da sein. Die beiden Fixseile bei Kilometer 3 und bei Kilometer 4 werden erst für den Lauf gesetzt.
Wegbeschreibung der beiden Runden im Val Dogna Track auf Trace de Trail
Runde im Val Alba – Vualt, Bianchi, Fonderis
15,5 Kilometer in der Riserva naturale regionale della Val Alba. Zwischen dem Bivacco Bianchi und der Forcella Fonderis folgt die Runde den Wegen, über die der Alpe Adria Ultra 120 in seinem entlegensten Abschnitt führt.
Distanz
15,5 kmStart und Ziel am Parkplatz im Val Alba, auf 1.065 m.
Höhenmeter im Aufstieg
1.289 HmRund 300 Höhenmeter kommen im ständigen Auf und Ab der Querung zusammen.
Wege
CAI 450 · 428 · 425Alpine Runde, mit dem Verbindungsstück 428a im Aufstieg und dem 450A ab der Forcella.
Vom Parkplatz im Val Alba geht es hinauf zum Rifugio Vualt, auf 1.168 m, und weiter zum Bivacco Giuseppe Bianchi, auf 1.712 m: Wald, in den Fels geschlagene Bänder, offene Hänge und ringsum die aufragenden Wände des Tals. Dieser erste Teil ist in ausgezeichnetem Zustand: Die Wege sind bestens gepflegt, und das Bivacco Bianchi ist eines der meistbesuchten Ziele der Gegend.
Ab dem Bivacco beginnt die Querung auf dem CAI 425 zur Forcella Fonderis, auf rund 1.800 m. Das ist der Abschnitt, den man nicht unterschätzen darf: Auf der Karte sieht er nach einem Höhenweg aus, im Gelände ist er ein ständiges Auf und Ab über Schotter, durch Runsen und über lange Hangquerungen. An der Forcella zweigt auch der Abstecher zu den Ruinen des Ricovero Sot Cretis ab: Die Laufstrecke führt dort vorbei und weiter Richtung Costa Mauron; wer trainiert, kehrt auf demselben Weg zurück. Das sind vier Kilometer und 300 Höhenmeter zusätzlich zu den Eckdaten oben, mit einem letzten Band, das mit einem Drahtseil-Handlauf gesichert ist.
Ab der Forcella geht es weiter auf dem CAI 450A und dann auf dem 450, vorbei an den Ruinen der Casera Crostis; anschließend beginnt der lange Abstieg zum Rio Fonderis und zum Rio Alba. Hier ändert der Weg seinen Charakter: sauber, gut zu erkennen, über weite Strecken gemäht. Im Schlussabschnitt ist der alte 450 von einem Hangrutsch unterbrochen: Man verlässt den Weg und folgt der markierten Variante, die durch einen Buchenwald zurück auf den Hinweg leitet.
Vor dem Start
Die letzte Wasserstelle vor der Querung ist die Quelle kurz unterhalb des Bivacco Bianchi, bei etwa Kilometer 5; die nächste kommt erst viel später, im Abstieg zum Rio Alba. Starten Sie mit genug Wasser für die ganze Runde.
Gleich danach, in der Querung des 425, sind einzelne Stellen ausgesetzt, und aus der Flanke kann Steinschlag kommen, vor allem im Bereich der Tieris Rossis und dort, wo die Querung die Runse des Rio Fonderis kreuzt: Bleiben Sie unter den steilsten Abschnitten nicht stehen und achten Sie auf Tiere über Ihnen, die Steine lostreten können. Bei Nässe verlangt der brüchige Untergrund in den Querungen noch mehr Vorsicht.
Am Ende der Runde wirkt der alte CAI 450 noch begehbar, doch kurz darauf endet er am Hangrutsch, und es geht nicht weiter. Folgen Sie ohne Zögern der markierten Variante – hier brauchen Sie den GPS-Track wirklich offline.
Wegbeschreibung der Runde im Val Alba Track auf Trace de Trail
Wo sie in den Läufen wieder vorkommen
Die beiden Runden im Val Dogna führen über die Wege, auf denen der Jôf Trail 31, der Montasio 55 und der Alpe Adria Ultra 120 zwischen Dogna, der Forcella Mincigos, dem Monte Schenone, der Malga San Leopoldo und der Sella Bieliga verlaufen. Bei der Runde im Val Alba deckt sich der Abschnitt zwischen dem Bivacco Bianchi und der Forcella Fonderis mit der Laufstrecke: Dort führt nur der Alpe Adria Ultra 120 entlang, zwischen den Hauptverpflegungsstellen im Val Aupa und in Dogna.